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Der halbwilde Wald - Unterwegs im Nationalpark Bayerischer Wald
Natur + Reisen, Natur + Umwelt • 05.04.2025 • 16:30 - 17:15
Herbert Pöhnl im Nationalpark Bayerischer Wald.
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Von links: Dr. Edmund Stoiber und Herbert Pöhnl.
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Ein Kauz beobachtet seine Umgebung.
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Quer übereinander liegen hunderte silbergraue Fichten, in sich verkeilt, undurchdringlich mit ihren Astgerippen – aus diesem Riesen-Mikado ragen junge Bäume heraus, frisches Grün kämpft sich nach oben, ein neuer Wald entsteht. Das ist er, der Nationalpark Bayerischer Wald. Ein Wald im Umbau, im Übergang, im Werden. Ein halbwilder Wald. Bild: Morgennebel im Nationalpark Bayerischen Wald.
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Originaltitel
Der halbwilde Wald - Unterwegs im Nationalpark Bayerischer Wald
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2020
Natur + Reisen, Natur + Umwelt
Es war ein Experiment, das im Oktober 1970 in Neuschönau begann. Im hintersten Eck des Bayerischen Waldes wurde Deutschlands erster Nationalpark aus der Taufe gehoben. Keiner der Verantwortlichen wusste so richtig, wohin dessen Weg gehen würde. Doch der Nationalpark Bayerischer Wald wurde zum großen Vorbild für alle nachfolgenden 15 Nationalparks in Deutschland. Der Autor und Fotograf Herbert Pöhnl hat die Entwicklung hautnah in ihrer ganzen Ambivalenz miterlebt. Der Nationalpark Bayerischer Wald wurde am 7. Oktober 1970 gegründet. Er ist damit der älteste deutsche Nationalpark. Seitdem gilt hier das Motto: "Natur Natur sein lassen." Seit seiner Gründung gibt es Konflikte um den Nationalpark. Einfach nichts tun - das ist eine Herausforderung vor allem für die einheimische Bevölkerung. Filmautor Jürgen Eichinger berichtet von Kämpfen und Widerständen, von Erfolgen und Begeisterung - und von der Schönheit dieser wilden Waldnatur. Der Film ist auch die Geschichte des Autors und Fotografen Herbert Pöhnl. Als Einheimischer hat er die Entwicklung des Nationalparks Bayerischer Wald über die Jahre hinweg hautnah in ihrer ganzen Ambivalenz miterlebt. Heute bildet der Nationalpark Bayerischer Wald zusammen mit dem Nachbar-Nationalpark Sumava in Tschechien das größte Waldschutzgebiet Europas. Nirgendwo sonst zwischen Atlantik und Ural darf sich Natur auf so großer Fläche nach ihren eigenen Gesetzen entwickeln. Hier finden so seltene Tiere wie Luchs, Auerhuhn oder Habichtskauz Rückzugsräume, wie es sie sonst kaum noch in Deutschland gibt.