ARD alpha
Der Kohnstein - Ein deutscher Schicksalsberg
Natur + Reisen, Land + Leute • 07.04.2025 • 00:30 - 01:15
Die Wandergruppe (v.l.n.r.) mit Hans-Jürgen Grönke vom Nordhäuser Geschichtsverein sowie Elke Blanke und Tobias Strietzel vom BUND. Die drei stehen vor der Kelle, einer Grotte im Gipskarst. Einst war die Kelle eine Höhle, doch die Decke stürzte vor Jahrhunderten ein.
Vergrößern
Bagger im Wasserloch im Anhydritbruch von Ellrich-Katzhütte.
Vergrößern
Der Kohnstein im Sonnenuntergang. Rechts der Bruch. Links die Reste vom KZ Dora, heute eine Gedenkstätte. Zwei Stollen führten in den Kohnstein, in denen die Nazis Zehntausende KZ-Häftlinge und Zivilangestellte an der V1 und V2 arbeiten ließen.
Vergrößern
Der Anhydritbruch von Ellrich-Katzhütte. Der Bruch ist in Betrieb und liegt am westlichen Ende des Mühlberges, dem Schwesterberg vom Kohnstein.
Vergrößern
Originaltitel
Der Kohnstein - Ein deutscher Schicksalsberg
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2022
Natur + Reisen, Land + Leute
Der Kohnstein ist eine markante Anhöhe im Naturpark Südharz. Die hiesigen Gesteinsvorkommen wurden seit dem Mittelalter abgebaut. Die Nationalsozialisten erweiterten das Stollensystem während des Zweiten Weltkriegs und nutzten es für eine Raketenfabrik. Aktuell ist das Bergmassiv, seine Ausläufer und die ihn umgebende Karstlandschaft durch den Gipsabbau und wirtschaftliche Interessen bedroht. Doch Umweltschützer und auch der Tourismus haben die Einzigartigkeit der Landschaft erkannt.